St. Andrea, Chamues-ch

Unter den gotischen Kirchen des Engadins zählt die alte Dorfkirche von Chamues-ch dank ihrer Gesamtanlage und ihrer gut erhaltenen Ausstattung zu den bedeutendsten Bauwerken. Die ältesten Teile, die unteren Stockwerke des Turms sowie die Nordwand der heutigen Kirche, stammen aus dem 13. Jahrhundert und gehören somit noch der romanischen Epoche an. Um 1470 erfolgte ein erster gotischer Umbau. Das Schiff wurde gegen Süden hin vergrössert und ein im Grundriss quadratischer Chor ersetzte den romanischen. Bereits kurze Zeit danach, im Jahre 1505, erhielt die Kirche durch den zweiten, entscheidenden Umbau ihre heutige Gestalt. Der Baumeister Bernhard von Puschlav, auf den auch die Kirchen von Zuoz, Scuol, Ramosch, Tschlin und S. Gaudenzio oberhalb Casaccia zurückgehen, vergrösserte den Chorraum, indem er den Chorbogen um über einen Meter weiter ins Schiff hineinzog. Der romanische Turm erhielt zwei Obergeschosse und den charakteristischen Spitzhelm.